Porträt
Wer ich bin
In Heidelberg geboren und aufgewachsen, machte ich mein Abitur am St. Raphael Gymnasium und stand direkt danach vor einer für mich klaren Entscheidung: lieber vor anderen Entwürfen zuerst einmal für Menschen da sein, anstatt vom Klassenzimmer sofort in einen Hörsaal zu wechseln.
Diese Entscheidung führte mich zielgerichtet in den Bundesfreiwilligendienst zum ASB Mannheim/Rhein-Neckar, wobei aus einem Jahr „irgendwas mit Sinn machen“ ziemlich schnell eine Berufung wurde.
Diese Berufung verfolge ich nun konsequent weiter: Ich bleibe dort und lasse mich vom ASB Mannheim/Rhein-Neckar zum Notfallsanitäter ausbilden — hauptberuflich Leben retten, sozusagen.
Reicht mir das? Natürlich nicht!
Warum nur ein Ehrenamt, den BFD, wo doch ein Ehrenamt offenbar nie genug ist und man noch ein weiteres nebenbei haben kann?
Daher bin ich in meiner Freizeit ehrenamtlich bei der DLRG aktiv, sowohl in der Jugendarbeit als auch im Einsatzdienst. Wenn ich also nicht gerade jemanden aus dem Wasser ziehe, springe ich freiwillig wieder hinein oder schwinge mich aufs Rennrad und ab und an tausche ich Sportklamotten gegen Tanzschuhe: Mit voller Hingabe gleite ich dann in Standardtänzen übers Parkett.
„Wer nichts riecht, kann auch nichts anbrennen lassen — theoretisch.“
Und dann wäre da noch die Sache mit dem Kochen. Ich koche nämlich für mein Leben gern — mit einem entscheidenden Twist: Ich habe Anosmie, kann also überhaupt nichts riechen.
Was für die meisten Menschen der Weltuntergang wäre, ist für mich einfach eine zusätzliche Herausforderung beim Abschmecken — und eine verlässliche Ausrede, falls beim Kochen doch mal etwas schiefgeht.
Zudem ist es überall dort eine Gabe, wo sich andere nicht so gerne aufhalten, manchmal gerade im Job.
Ich bin überall dort zu finden, wo es entweder schnell, nass oder aufregend ist. Ob im Rettungsdienst, im Schwimmbad, auf dem Rennrad, auf dem Tanzparkett oder in der Küche.
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